Unsere Mittelstufe
Die Jahre der Mittelstufe sind eine prägende Zeit. Zwischen der 7. und 10. Klasse entwickeln sich aus Kindern zunehmend junge Erwachsene. Neue Interessen entstehen, Freundschaften verändern sich, die Persönlichkeit wächst – und gleichzeitig steigen die schulischen Anforderungen. In dieser Phase werden wichtige Grundlagen für die Oberstufe, die berufliche Orientierung und den weiteren Lebensweg gelegt.
Gerade deshalb ist uns wichtig: Kein Jugendlicher soll die Herausforderungen dieser Entwicklungszeit allein bewältigen müssen. In unserer Mittelstufe begleiten wir unsere Schülerinnen und Schüler aufmerksam, verlässlich und mit einem offenen Blick für ihre individuelle Entwicklung.
Im Mittelpunkt steht dabei ein einfaches Ziel:
Jugendliche finden ihren Platz, wachsen über sich hinaus und gestalten ihren Weg selbstbewusst und eigenverantwortlich.
Denn wer sich angenommen fühlt, kann Verantwortung übernehmen. Und wer Vertrauen erfährt, kann eigene Stärken entdecken, Herausforderungen annehmen, Entscheidungen treffen und Schritt für Schritt zu einer selbstständigen Persönlichkeit heranwachsen.
Klassenleitungen, Fachlehrkräfte und unsere vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangebote begleiten die Jugendlichen durch diese wichtige Lebensphase. Dabei fördern wir Eigenverantwortung und Selbstständigkeit, setzen zugleich Orientierung und klare Grenzen und stehen auch in schwierigen Situationen als verlässliche Ansprechpartner zur Seite. So schaffen wir eine vertrauensvolle Lern- und Lebensgemeinschaft, in der junge Menschen wachsen, ihre Persönlichkeit entfalten und zuversichtlich ihren weiteren Weg gestalten können.
Kontakt zur Mittelstufe
Informationen zur Mittelstufe
Mit Eintritt in die Mittelstufe (Klasse 7) werden die Klassen – nach pädagogischen Gesichtspunkten und entsprechend der Wahlen einer zweiten Fremdsprache – neu zusammengesetzt. Das erleichtert die Organisation der Stunden- und Raumpläne, weil möglichst viel Unterricht im festen Klassenverband erteilt wird. Dabei bemühen wir uns, Wünschen der Kinder nach einzelnen Freundinnen und Freunden für eine neue Klasse zu entsprechen. Wir nutzen aber vor allem die Möglichkeit, pädagogisch auf die Erfahrungen mit den Klassen in den ersten zwei Jahren an unserer Schule zu reagieren und Kindern, die in ihren bisherigen Klassen noch nicht so angekommen sind, eine neue Chance zu eröffnen, sich in eine Klassengemeinschaft einzufügen. Bis dahin gewachsene Freundschaften können auf dem Schulhof, unseren klassenübergreifenden Kursen (Geo/Geo bilingual, Religion oder Philosophie) und besonders in unserem AG-Angebot weitergepflegt werden.
Als neue Fächer kommen in der Mittelstufe eine zweite Fremdsprache (Latein oder Französisch – ab Klasse 7) sowie die Fächer Physik, Informatik, WiPo (Wirtschaft und Politik) und Chemie hinzu. Ab der 9. Klasse wird darüber hinaus Wahlpflichtunterricht erteilt. Zur Wahl stehen die Fächer Latein, Französisch, Dänisch und Ästhetik.
In den 8. Klassen wird eine Klassenfahrt innerhalb Schleswig-Holsteins durchgeführt. In den 10. Klassen kann es auch schon einmal ins benachbarte Ausland gehen (z. B. bei einer „Studienfahrt“ nach Auschwitz/Polen), oder es werden andere attraktive Ziele angesteuert wie z. B. unsere Bundeshauptstadt oder der Süden unserer Republik. In den Klassenstufen 7 und 9 werden Wandertage veranstaltet. Alle diese Fahrten sind Schulveranstaltungen, d. h. die Teilnahme der Jugendlichen ist nicht nur wünschenswert, sondern vom Schulgesetz ausdrücklich vorgesehen. Die Klassenfahrten und Wandertage dienen v. a. dazu, die Klassengemeinschaft – und auch die Gemeinschaft zwischen Klasse und Klassenleitung – zu vertiefen und pädagogisch auf auftretende Probleme zu reagieren. Klassenfahrten und Wandertage stellen so etwas wie „Highlights“ im Schulalltag dar und bleiben den meisten Schülerinnen und Schülern in positiver Weise unvergesslich.
Um auf die besonderen Bedürfnisse unserer heranwachsenden Schülerinnen und Schüler zu reagieren und diese auch in den besonderen Herausforderungen unserer Zeit zu unterstützen, haben wir gemeinsam mit der Schulsozialarbeit und einer engagierten Arbeitsgruppe ein umfangreiches Präventionskonzept entwickelt. Dieses Konzept verfügt über verschiedene Schienen und Bausteine. Dazu zählen zum einen Angebote für unsere Schülerinnen und Schüler, aber auch Veranstaltungen, die sich speziell an Eltern und Erziehungsberechtigte richten. Unsere Kooperationspartner kommen von außerhalb und haben zumeist jahrelange Erfahrung in ihren Bereichen. Wir arbeiten mit der Polizei, der Suchtberatung, dem Verein Lichtblick e. V. und diversen anderen Einrichtungen zusammen. So führen wir mit den Jugendlichen z. B. Workshops zur Gewalt- und Mobbingprävention durch, laden Expertinnen und Experten in die Klassen ein, u. a. zu den Themen „Sucht“, „Alkoholmissbrauch“ sowie „Medien- und Internetnutzung“. Unsere klassenübergreifenden Elternabende haben Überschriften wie „Pubertät: Wegen Umbaus geschlossen?“, „Internet: Spielst du noch oder ist das schon Sucht?“, „Auslandsjahr: Über den Tellerrand gucken“, „Alles nur Corona? Psychische Belastungen bei Jugendlichen“ oder „Abends unterwegs in Flensburg“. Unsere schulischen Beratungsangebote bei individuellen Problemen oder Problemen innerhalb der Gemeinschaft bestehen aus unserer Schulsozialarbeiterin, unseren Verbindungslehrkräften und der Schulpsychologin.
Die meisten Schülerinnen und Schüler, die das Alte Gymnasium besuchen, streben einen neunjährigen Schulbesuch bei uns und den Abschluss „Abitur“ an. Um dennoch frühzeitig Orientierungshilfen zu geben, führen wir bereits in der Mittelstufe ein Berufspraktikum durch. In der Klassenstufe 9 suchen sich die Schülerinnen und Schüler selbständig einen Beruf oder sogar einen konkreten Betrieb aus und fragen dort an, ob ein einwöchiges Praktikum absolviert werden kann. Unterstützt werden sie dabei durch die Lehrkräfte im Klassenkollegium: Ausgewählte Lehrkräfte des Klassenkollegiums besuchen die Schülerinnen und Schüler im Praktikumsbetrieb, die Deutschlehrkräfte in Klasse 9 üben sowohl das Formulieren eines Anschreibens als auch das Gestalten eines Lebenslaufes mit den Jugendlichen ein. Nachbereitet wird das Praktikum durch die WiPo-Lehrkräfte, z. B. in Form von kurzen Präsentationen. Das Thema „Berufsorientierung“ wird dann vertiefend in der Oberstufe – kurz vor Schulabschluss – wieder aufgegriffen.