Unser Präventionskonzept
Prävention ist ein zentraler Bestandteil schulischer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
In dieser Entwicklungsphase werden grundlegende soziale, emotionale und persönliche Kompetenzen ausgebildet. Präventive Maßnahmen helfen dabei, Risiken wie Suchtverhalten, Gewalt, Mobbing oder psychische Belastungen frühzeitig zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken. Gleichzeitig stärken sie die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler, fördern ihre Selbstständigkeit und unterstützen sie dabei, verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen. Ein systematisches Präventionskonzept trägt somit wesentlich zu einer persönlichen Reifung der Kinder und Jugendlichen sowie zu einem respektvollen und förderlichen Schulklima bei.
Unsere Ansprechpartner
In der Orientierungsstufe liegt der Schwerpunkt auf dem Ankommen in der neuen Schule sowie der Entwicklung sozialer Kompetenzen.
Ein wichtiger Baustein ist das Projekt Sokrates, das die Klassengemeinschaft stärkt und die Persönlichkeitsentwicklung unterstützt. Inhalte sind unter anderem Teambuilding, die Förderung von Selbstvertrauen, die Entwicklung von Konfliktfähigkeit sowie die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle in der neuen Klasse.
Ergänzend dazu wird der Klassenrat eingeführt. Dieser fördert demokratische Kompetenzen, Verantwortungsübernahme sowie die Fähigkeit zur Konfliktlösung und Selbstorganisation.
Zudem findet Medienprävention statt. Hier werden die Schülerinnen und Schüler im Umgang mit sozialen Medien sensibilisiert und lernen Chancen und Risiken von Plattformen wie Instagram, TikTok oder WhatsApp kennen.
Darüber hinaus wird das Thema Jugendkriminalität aufgegriffen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke in Erscheinungsformen und Ursachen von Straftaten (z. B. Diebstahl oder Sachbeschädigung), lernen rechtliche Konsequenzen kennen und werden über Möglichkeiten der Prävention sowie Hilfsangebote informiert.
In der Mittelstufe werden die Themen vertieft und erweitert. Sie orientieren sich nun stärker an den Herausforderungen der Adoleszenz.
In der 7. Klasse findet Alkoholprävention statt. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit den Risiken von Alkoholkonsum sowie mit gesetzlichen Regelungen auseinander.
Das Projekt „Gemeinsam Klasse sein“ thematisiert Mobbing und Cybermobbing. Ziel ist es, ein Bewusstsein für problematische Verhaltensweisen zu schaffen und Strategien zur Prävention und Intervention zu entwickeln.
In der 8. Klasse liegt der Fokus auf Suchtprävention, insbesondere im Bereich Cannabis, Nikotin und Vapes. In einem Präventionsparcours durchlaufen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Stationen und setzen sich aktiv mit Auswirkungen und Risiken des Drogenkonsums auseinander.
In der 8. Klasse beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler zudem mit möglichen Lebenskrisen, die z.B. Depressionen und Suizidgedanken beinhalten können. Dabei wird gelernt, Warnsignale zu erkennen und Strategien zur Bewältigung zu entwickeln. Achtsamkeit gegenüber anderen sowie bei sich selbst spielen hierbei eine zentrale Rolle.
In der 9. oder 10. Klasse vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen zum Thema Drogen und Sucht im Rahmen eines Präventionsworkshops, der sich unter anderem mit der Wirkung verschiedener Substanzen sowie Risikofaktoren und Möglichkeiten eines verantwortungsvollen Umgangs beschäftigt. Darüber hinaus sollen Hilfsangebote kennen-gelernt werden.
In der Oberstufe verschiebt sich der Schwerpunkt hin zu Selbstorganisation und Stressbewältigung.
Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Ursachen und Auswirkungen von Stress auseinander und lernen Strategien zur Stressbewältigung kennen. Dazu gehören Techniken zur besseren Organisation des Alltags, Reflexion der eigenen Wahrnehmung sowie Methoden zur Entspannung und zum persönlichen Ausgleich.
Parallel dazu wird die Suchtprävention fortgeführt und vertieft. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich erneut mit verschiedenen Suchtformen und Suchtmitteln, reflektieren ihr eigenes Verhalten und werden über Hilfsangebote informiert.
Neben den stufenspezifischen Angeboten finden regelmäßig klassenübergreifende Elternabende statt. Diese behandeln Themen wie Lebenskrisen, Pubertät, Mediennutzung und Computerspielsucht sowie Risiken im Freizeitverhalten, z. B. Alkohol und Drogen im Nachtleben. Ziel ist es, auch die Eltern in die Präventionsarbeit einzubeziehen und sie in ihrer Erziehungsarbeit zu unterstützen.