von Altes Gymnasium
Drei Tage Weltpolitik
ine Welt geführt von Schülerinnen und Schülern – kann das funktionieren?
Politik, Wirtschaft, Atomkraftwerke, soziale Gerechtigkeit. Dies alles hört sich nach sehr bedeutenden Themen für unsere Gesellschaft an. Aus diesem Grund haben sich die GeWi-Profile Zeit genommen, um sich für 3 Tage auf diese Themen zu konzentrieren. Wir hatten die Ehre von der Bundeswehr eingeladen zu werden, ein mehrtägiges, rollenbasiertes Planspiel bzw. eine interaktive Simulation, POL&IS, mitzugestalten und zu durchleben.
Am Mittwoch ging es um 7:30 Uhr für beide Kurse an der Exe los. Nach einer Stunde Fahrt kamen wir in Schönhagen an der Ostsee an.
Um 10 Uhr ging das Planspiel richtig los. Die POL&IS-Welt setzt sich aus 13 unterschiedlichen Regionen, Nordamerika, Afrika, Südostasien und 10 weiteren, sowie internationalen Akteuren zusammen.
Jeder aus dem Kurs musste eine Region ziehen und am Ende waren 3 Personen für ihre jeweilige Region zuständig; als Regierungschef/-in, als Wirtschaftsminister/-in und als Staatsminister/-in.
Es gab auch z.B. die Weltbank, die dafür zuständig war, die globale Wirtschaft zu überwachen, Kredite an Regionen zu vergeben und im Ernstfall den Bankrott der Weltwirtschaft auszurufen.
Zudem gab es noch die NGOs, die Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace. Sie achteten darauf, dass die Regierungen die Umwelt nicht zerstören und keine Menschenrechte verletzen.
Zudem gab es noch die Weltpresse, Janus und ich, Sinem, aus dem Geo-Profil. Wir hatten das Privileg, diesen Artikel zu verfassen. Unsere Rolle war sehr spannend, da wir über einen privaten Instagramaccount, den wir nur für die Simulation erstellt haben, über die aktuellen Themen berichten durften. Wir haben immer wieder Bilder, Videos und Interviews gepostet, da es unserem Aufgabenbereich entsprach.
Zurück zum eigentlichen Spiel: jedes simulierte Jahr - jeder Tag stand für ein Jahr- lief nach einem strikten Zeitplan ab.
Am Anfang gab es die innenpolitische Beratung. Da setzten sich die Minister einer Region mit ihrem Regierungschef zusammen, analysierten ihre Datenblätter, berechneten das Budget für das Jahr und legten fest, was sie erreichen wollten, zum Beispiel Nahrungsmittel zu kaufen und CO₂ einzusparen.
Anschließend kam die internationale Verhandlungsphase. An dieser Stelle wurden alle aktiv, denn die Regierungen hatten das Ziel, mit anderen Regionen Allianzen zu schmieden, Handelsabkommen zu schließen oder Entwicklungshilfe zu beantragen. Hierbei kamen die NGOs und die Presse mit kritischen Nachfragen ins Spiel.
Am Ende der Verhandlungsrunde mussten alle Minister ihre Entscheidungen auf Datenblättern eintragen und bei der Spielleitung abgeben. Die Spielleitung berechnete mit einem Programm, wie sich die Entscheidungen auf das Weltgeschehen auswirken würden.
Zuletzt gab es die UN-Generalversammlung. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen kamen zum Abschluss des Jahres zusammen. Ein Vertreter jeder Region musste ans Rednerpult gehen und eine Rede halten. Es wurden die Erfolge oder auch die Misserfolge des vergangenen Jahres präsentiert und sich vor der Weltgemeinschaft gerechtfertigt.
Am letzten Tag endete das Spiel, und alle traten aus ihren Rollen heraus. Es wurde dann gemeinsam mit den Jugendoffizieren reflektiert, z.B. „Wer hat gut kooperiert?“ „Wer hat nur egoistisch gehandelt?“ oder „Warum sind manche Konflikte eskaliert?“. Am Ende gab es keinen Gewinner, sondern die Erkenntnis, wie komplex echte Weltpolitik ist. Zudem gab es eine abschließende Feedbackrunde.
Es war deutlich zu sehen, dass jeder von uns seine Rolle sehr ernst genommen hat und wirklich Spaß an der Simulation hatte.
Wir wünschen uns für diejenigen, die im folgenden Jahr dabei sind, dass alle Lust auf die Simulation haben. Man muss offen sein und bereit, auch an komplexen Themen zu arbeiten, aber der Spaß sollte natürlich nicht zu kurz kommen. Zusammenfassend ist dieses Projekt sehr wichtig für uns als Gesellschaft, damit wir alle aufgeklärt durchs Leben gehen.
Von Sinem und Janus aus Q2