von Altes Gymnasium

Kleidertausch in der Aula

Am Dienstag, den 16. Juni, fand am Alten Gymnasium bereits zum zweiten Mal ein Kleidertauschtag für die Jahrgänge 8 bis 12 statt. Für mehrere Stunden verwandelte sich die Aula in einen nachhaltigen Secondhand-Shop mit besonderer Atmosphäre: Zwischen Kleiderständern, Musik, Kuchen und Gesprächen wurde gestöbert, anprobiert und getauscht.

Bereits im Vorfeld hatten sich viele Schülerinnen und Schüler verbindlich für die Veranstaltung angemeldet. Gemeinsam mit einigen Kolleginnen und Kollegen, die das Event mit ihren Lerngruppen besuchten, entstand eine lebendige und entspannte Stimmung. Die Teilnehmenden zeigten Interesse an den angebotenen Kleidungsstücken und der ein oder andere Kleiderschrank wurde um ein paar Lieblingsstücke bereichert.
Insgesamt wurden rund 160 Kleidungsstücke getauscht beziehungsweise verkauft. Für jedes mitgenommene Kleidungsstück wurde eine Spende von einem Euro erhoben und der Erlös kommt einem guten Zweck zugute.
Neben dem gemeinschaftlichen Erlebnis stand vor allem ein wichtiges Ziel im Mittelpunkt: ein bewussterer Umgang mit Kleidung und Konsum. Mit dem Kleidertauschtag möchte das Alte Gymnasium ein Zeichen gegen Fast Fashion setzen und zeigen, dass Kleidung oft weit mehr als nur ein Leben haben kann. Viele Kleidungsstücke werden heute nur wenige Male getragen, obwohl ihre Herstellung enorme Mengen an Ressourcen verbraucht.
So werden für die Produktion eines einzigen T-Shirts durchschnittlich circa 2.700 Liter Wasser benötigt – so viel, wie ein Mensch in etwa drei Jahren trinkt. Die globale Textilindustrie zählt zudem zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftszweigen weltweit und verursacht erhebliche Umweltbelastungen.
Indem gut erhaltene Kleidung weitergegeben und erneut genutzt wird, können Ressourcen geschont, Abfälle vermieden und nachhaltige Konsummuster gefördert werden.
Der Kleidertauschtag hat einmal mehr gezeigt, dass nachhaltiges Handeln nicht nur sinnvoll ist, sondern auch Freude machen kann. Vielleicht hat das ein oder andere Kleidungsstück an diesem Tag nicht nur eine neue Besitzerin oder einen neuen Besitzer gefunden, sondern auch den Blick darauf verändert, wie wertvoll unsere Ressourcen sind.

Nele Schnepel-Djuric