Unser altsprachlicher Zweig – Latein als 1. Fremdsprache

Stell dir vor, du könntest die Sprache der alten Römer verstehen! Bei uns im altsprachlichen Zweig lernst du Latein. Für uns heute ist es wie eine Geheimsprache, mit der du 2000 Jahre alte Geschichten lesen kannst: von Göttern und Helden, den VIPs der Antike, aber auch einfach von ganz normalen Menschen aus einer anderen Zeit. Du wirst zum Sprachdetektiv: Wörter wie „Familie” oder „Video” – du kennst sie, sie kommen aus dem Lateinischen! Deine Werkzeuge werden ein gutes Gedächtnis für Vokabeln und ein geschulter Blick für grammatische Formen sein. Mit jedem Satz, den du übersetzt, löst du ein kleines Rätsel.

In unseren sogenannten Römerstunden schauen wir genauer auf das Leben der alten Römer: Zum Beispiel verstehen wir, in was für einer Arbeit die Mosaike in den Thermen entstanden sind, indem wir selbst ein kleines Mosaik anfertigen. Oder wir überprüfen, wie viel Text die römischen Kinder auf ihre Wachstafel schreiben konnten.

FAQs

Im Vergleich zu den Klassen, die mit einer Fremdsprache beginnen, stellt das Angebot des altsprachlichen Zweiges höhere Anforderungen und richtet sich besonders an Kinder, denen das Lernen leichtfällt und die gefordert werden wollen.

Nein, alle Klassen der Orientierungsstufe haben gleich viele Stunden, nämlich 30 Wochenstunden.

Latein kann bei uns auch als 2. Fremdsprache ab Klasse 7 oder, wenn genügend SchülerInnen zusammenkommen, als 3. Fremdsprache ab Klasse 9 belegt werden.

Wenn Sie die meisten dieser Fragen mit „ja“ beantworten können, dann ist der altsprachliche Zweig bestimmt etwas für Ihr Kind.

  • Ist Ihr Kind eine „Leseratte“?
  • Knobelt es gern, auch über einen längeren Zeitraum?
  • Vertieft sich Ihr Kind gern in Aufgaben?
  • Hat Ihr Kind eine hohe Auffassungsgabe?
  • Interessiert es sich für fremde Kulturen?

Ein Wechsel ist unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. Klassengröße der anderen Klassen, gesamtes Notenbild) und nur mit Zustimmung der Schulleitung möglich. Allerdings muss ein Wechsel frühzeitig geschehen, damit Ihr Kind im Fach Englisch den Anschluss behält. Wir empfehlen bei großen Schwierigkeiten einen Wechsel spätestens zum Halbjahr der fünften Klasse.

Die Klasse bleibt bis zum Ende der Mittelstufe (10. Klasse) zusammen. Die Klassen des neusprachlichen Zweiges werden in der Regel mit Beginn der zweiten Fremdsprache ab Klasse 7 neu zusammengesetzt.

In der fünften Klasse haben die Schülerinnen und Schüler fünf Wochenstunden Latein und zwei Wochenstunden Englisch. In der sechsten Klasse sind es dann vier Stunden Latein und drei Stunden Englisch. Ab Klasse 7 ist die Verteilung wie im neusprachlichen Zweig.

Am Ende der Mittelstufe, d. h. nach Klasse 10, sind beide Zweige im Englischen gleich auf, so dass der altsprachliche Zweig bedenkenlos in die Oberstufe starten kann.

Ja! Auf jeden Fall, wenn die Englischnote am Ende der 6. Klasse sehr gut oder gut ist. Wenn es mehr Anmeldungen als Plätze gibt, wird ggf. mit den Englischlehrern Rücksprache gehalten. Ein sicherer Platz kann also zu diesem Zeitpunkt keinem Kind garantiert werden. Festzuhalten ist, dass auch Kinder des altsprachlichen Zweiges dem Bili-Unterricht in Geographie gut folgen können.

  • Latein ist eine „Lesesprache“. Das heißt, Latein wird nicht aktiv gesprochen, sondern „entschlüsselt“ und in gutes Deutsch übertragen.
  • Die Aussprache der lateinischen Wörter entspricht nahezu der deutschen Aussprache.  
  • Der Lateinunterricht findet auf Deutsch statt. Wir sprechen nur einfache Sätze auf Latein zur Auflockerung.
  • Vokabeln werden nur in eine Richtung gelernt (Latein --> Deutsch).
  • Es gibt in Latein keine „Sprechprüfungen“ wie in den modernen Fremdsprachen. Im Vordergrund des Lateinunterrichts steht das Übersetzen der lateinischen Texte ins Deutsche. Dieses wird in der Regel durch schriftliche Klassenarbeiten überprüft.

Kinder mit einer Lese-Rechtschreibschwäche finden sich nach unserer Erfahrung meistens gut im Lateinischen zurecht.

Die Übersetzung findet in der Regel vom Lateinischen ins Deutsche statt und Rechtschreibfehler im Deutschen werden in Latein in der Orientierungs- und Mittelstufe noch nicht gewertet. Meistens erleben wir, dass die Kinder mit einer Lese-Rechtschreibschwäche sich die lateinischen Endungen sehr genau anschauen, da in diesen die Informationen zur Bestimmung eines Wortes stecken. Die Konzentration wird an dieser Stelle also gebündelt und führt - sorgfältiges Lernen und Umsetzen der Regeln vorausgesetzt – dann auch zur richtigen Lösung.

Nehmen Sie bei Fragen gerne Kontakt zu uns auf!